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Sep 20 / 3:54am

Die Isländer kommen

Islands Kultur im Herbst 2011 so präsent wie nie zuvor in Europa
Rund 400 Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum
Neuübersetzungen der Isländersagas im S. Fischer Verlag erschienen

FRANKFURT, 15.09.2011 – Unter dem Titel „Sagenhaftes Island“ präsentiert das diesjährige Gastland der Frankfurter Buchmesse einem nationalen wie internationalen Publikum seine Kultur und gibt Einblicke in seine literarische Tradition und Gegenwart.

Bereits im Vorfeld der Messe zog der Direktor von „Sagenhaftes Island“, Halldór Guðmundsson, auf der heutigen Pressekonferenz der Frankfurter Buchmesse eine erste positive Bilanz: „Für uns Isländer ist der Gastlandauftritt schon jetzt ein Erfolg. Es freut uns, dass unsere bereits erschienenen Bücher, die Ausstellungen in den Frankfurter Kulturinstitutionen und die zahlreichen Veranstaltungen des Begleitprogramms bisher so gut ankommen. Wir können sagen, dass wir in Deutschland, aber auch in Österreich und der Schweiz mit offenen Armen empfangen werden: vom Publikum, von den Medien und von den Verlagen. 107 deutschsprachige Verlage haben insgesamt 203 Neuerscheinungen zu Island herausgebracht – das übertrifft alle unsere Erwartungen.“

Einen Überblick der Neuerscheinungen bietet der Katalog „Sagenhafte Bücher aus Island“. In ihm finden sich Kurzbeschreibungen zu allen neuen Island-Titeln. Zu den Höhepunkten zählen die jüngst im S. Fischer Verlag erschienenen Neuübersetzungen der Isländersagas, die auf einem großen Saga-Lesefest auf Schloß Corvey bei Höxter vom 15. bis 18. September 2011 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden. Deutsche Schauspielstars wie Christian Berkel, Fritzi Haberlandt, Corinna Harfouch, Andrea Sawatzki und Angela Winkler werden in inszenierten Lesungen die Sagas vortragen. Führende SkandinavistInnen und SagaforscherInnen aus Deutschland, Island, Dänemark, Schweden und Norwegen sprechen über die Kultur der Sagas, den historischen Kontext, die Rechtsordnung und die Skaldenkunst. Die Veranstaltung wird vom Literaturbüro Ostwestfalen-Lippe in Zusammenarbeit mit „Sagenhaftes Island“ durchgeführt. „Durch die Neuübersetzung der Isländersagas wird ein Stück Weltliteratur neu zugänglich gemacht. Die Sagas zeigen einmal mehr, dass großartige Literatur nichts mit der Größe eines Landes oder seiner Einwohnerzahl zu tun hat, sondern mit Sprache und der Kunst, Geschichten zu erzählen“, sagt Halldór Guðmundsson.

Rund 400 Veranstaltungen zur Kultur und Literatur Islands finden im Rahmen des Ehrengastauftritts im Herbst 2011 im deutschsprachigen Raum statt. Zahlreiche isländische AutorInnen sind auf Festivals wie dem Harbour Front Literaturfestival Hamburg oder dem Rheingau Literatur Festival vertreten. Ebenfalls gibt es Lesungen mit isländischen AutorInnen und lange isländische Kriminächte von Pfaffenhofen bis Rostock. Während der Frankfurter Buchmesse (12. bis 16. Oktober) ist die Messestadt dann das Zentrum isländischer Kultur.

38 isländische AutorInnen werden erwartet. Unter ihnen sind Andri Snær Magnason, Hallgrímur Helgason, Jón Kalman Stefánsson, Kristín Steinsdóttir, Sjón und Yrsa Sigurðardóttir sowie der diesjährige Preisträger des Nordischen Literaturpreises Gyrðir Elíasson. Der bekannte Krimiautor Arnaldur Indriðason und die junge Erfolgsautorin Guðrún Eva Mínervudóttir werden ebenfalls nach Frankfurt kommen und neben dem isländischen Präsidenten Ólafur Ragnar Grímsson zur feierlichen Eröffnung der Frankfurter Buchmesse am 11. Oktober eine Rede halten.

An verschiedenen Orten auf dem Messegelände und an Leseorten im ganzen Stadtgebiet erhalten die BesucherInnen Einblicke in die isländische Literatur und können isländische AutorInnen und Persönlichkeiten aus Politik und Kultur hautnah erleben. Neben Lesungen finden Veranstaltungen beispielsweise zu dem isländischen Literaturnobelpreisträger Halldór Laxness, den sogenannten „Atomdichtern“ und den Sagas statt. Am Donnerstag, 13. Oktober um 10.00 Uhr, wird der ehemalige Komiker und jetzige Oberbürgermeister von Reykjavík, Jón Gnarr, im Pavillon des Ehrengasts (Forum, Ebene 1) die UNESCO Literaturstadt Reykjavík präsentieren. Am Abend zuvor trifft der Politiker von Islands „Bester Partei" (Besti Flokkurinn) im Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt auf Richard David Precht, Philosoph, Publizist und Bestseller-Autor, um mit ihm über Demokratie zu sprechen (12. Oktober 2011, 19.30 Uhr). Eine bislang einmalige und zudem historische Begegnung findet am 12. Oktober um 13.00 Uhr im Pavillon statt. Im November 1944 versenkte ein deutsches U-Boot das isländische Passagierschiff Goðafoss in der Hafeneinfahrt von Reykjavík. Anlässlich des Erscheinens des Buches „Goðafoss“ (Ankerherz Verlag) werden sich erstmals ein Überlebender und ein Besatzungsmitglied des U-Boots die Hände zur Versöhnung reichen.

Die BesucherInnen bekommen auch einen ganz privaten Einblick in die literarischen Vorlieben der Literaturnation Island: Im Pavillon werden unter anderem mehrere hundert Fotos sowie Videoporträts von IsländerInnen in ihren privaten Bibliotheken gezeigt. Die Fotos haben isländische BürgerInnen im Rahmen der Kampagne „Komm mit nach Frankfurt“ auf Facebook eingestellt (www.facebook.com/sogueyjan.island) oder per Post und Mail an das Büro von „Sagenhaftes Island“ in Reykjavík gesendet. „Die meisten isländischen Haushalte haben ihre eigene, kleine Bibliothek. Ohne dieses lebhafte Interesse an der Literatur könnte sich ein selbstständiges Verlagswesen mit rund 30 Verlagen in einem so kleinen Land gar nicht halten“, sagt Halldór Guðmundsson. „Wir bringen die Tradition der Heimbibliotheken und mit ihr die isländischen LeserInnen im Herbst nach Frankfurt und laden die Menschen im doppelten Sinne in unsere Bücherwelt ein.“

Die Frankfurter Kulturinstitutionen zeigen in bisher einmaliger Kombination und Dichte Einzelpositionen und themenbezogene Gruppenausstellungen zeitgenössischer isländischer KünstlerInnen, ArchitektInnen, FilmemacherInnen und DesignerInnen. Matthias Wagner K, Kurator für das Kunst- und Kulturprogramm „Sagenhaftes Island“ sagt: „In Frankfurt werden die Künste aus Island über ein halbes Jahr so präsent sein wie noch nie zuvor in Europa. Das verspricht ein neues Sehen – auch und gerade im Hinblick auf einen völlig anderen Umgang mit Tradition und Moderne. Die Ateliers und Studios der isländischen KünstlerInnen sind für mich die eigentlichen heißen Quellen der Insel im Atlantik.“

So zeigt die Schirn Kunsthalle Frankfurt in Zusammenarbeit mit „Sagenhaftes Island“ die Ausstellung „Crepusculum“ (ab 29. September), in der die Künstlerin Gabríela Friðriksdóttir einen Raum schafft, in dem sich originale mittelalterliche
Handschriften – etwa Manuskripte der Isländersagas und der Snorra-Edda – mit dem geheimnisvollen Zeichensystem der Künstlerin sowie einer neuen Filmproduktion

zu einem fantastischen Universum verdichten. Das Museum für Angewandte Kunst präsentiert die Ausstellung „Randscharf – Design aus Island“ (ab 22. September) und Architekturmuseum Frankfurt gibt mit „Island und Architektur“ einen Überblick zur Architekturgeschichte des Landes (ab 1. Oktober). Das Archäologische Museum Frankfurt zeigt anlässlich der Neuübersetzung der Isländersagas Fundstücke aus der Sagazeit (ab 1. Oktober). In der Alten Oper Frankfurt erklingt das neu komponierte Klavierquartett des isländischen Komponisten Áskell Másson, begleitet von Saga-Lesungen (10. Oktober) und im Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt tritt der isländische Komponist und Produzent elektronischer Musik Valgeir Sigurðsson auf, der bereits mehrfach mit Björk zusammengearbeitet hat (12. Oktober).

Pressekontakt

Mirjam Flender, c/o projekt2508, +49 228 184967-24, presse@sagenhaftes-island.de

Bildmaterial finden Sie auf unserer Homepage unter: www.sagenhaftes-island.de

 

www.sagenhaftes-island.de

 

 

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Sep 20 / 3:53am

Die Isländer kommen

Islands Kultur im Herbst 2011 so präsent wie nie zuvor in Europa
Rund 400 Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum
Neuübersetzungen der Isländersagas im S. Fischer Verlag erschienen

 

FRANKFURT, 15.09.2011 – Unter dem Titel „Sagenhaftes Island“ präsentiert das diesjährige Gastland der Frankfurter Buchmesse einem nationalen wie internationalen Publikum seine Kultur und gibt Einblicke in seine literarische Tradition und Gegenwart.

Bereits im Vorfeld der Messe zog der Direktor von „Sagenhaftes Island“, Halldór Guðmundsson, auf der heutigen Pressekonferenz der Frankfurter Buchmesse eine erste positive Bilanz: „Für uns Isländer ist der Gastlandauftritt schon jetzt ein Erfolg. Es freut uns, dass unsere bereits erschienenen Bücher, die Ausstellungen in den Frankfurter Kulturinstitutionen und die zahlreichen Veranstaltungen des Begleitprogramms bisher so gut ankommen. Wir können sagen, dass wir in Deutschland, aber auch in Österreich und der Schweiz mit offenen Armen empfangen werden: vom Publikum, von den Medien und von den Verlagen. 107 deutschsprachige Verlage haben insgesamt 203 Neuerscheinungen zu Island herausgebracht – das übertrifft alle unsere Erwartungen.“

Einen Überblick der Neuerscheinungen bietet der Katalog „Sagenhafte Bücher aus Island“. In ihm finden sich Kurzbeschreibungen zu allen neuen Island-Titeln. Zu den Höhepunkten zählen die jüngst im S. Fischer Verlag erschienenen Neuübersetzungen der Isländersagas, die auf einem großen Saga-Lesefest auf Schloß Corvey bei Höxter vom 15. bis 18. September 2011 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden. Deutsche Schauspielstars wie Christian Berkel, Fritzi Haberlandt, Corinna Harfouch, Andrea Sawatzki und Angela Winkler werden in inszenierten Lesungen die Sagas vortragen. Führende SkandinavistInnen und SagaforscherInnen aus Deutschland, Island, Dänemark, Schweden und Norwegen sprechen über die Kultur der Sagas, den historischen Kontext, die Rechtsordnung und die Skaldenkunst. Die Veranstaltung wird vom Literaturbüro Ostwestfalen-Lippe in Zusammenarbeit mit „Sagenhaftes Island“ durchgeführt. „Durch die Neuübersetzung der Isländersagas wird ein Stück Weltliteratur neu zugänglich gemacht. Die Sagas zeigen einmal mehr, dass großartige Literatur nichts mit der Größe eines Landes oder seiner Einwohnerzahl zu tun hat, sondern mit Sprache und der Kunst, Geschichten zu erzählen“, sagt Halldór Guðmundsson.

Rund 400 Veranstaltungen zur Kultur und Literatur Islands finden im Rahmen des Ehrengastauftritts im Herbst 2011 im deutschsprachigen Raum statt. Zahlreiche isländische AutorInnen sind auf Festivals wie dem Harbour Front Literaturfestival Hamburg oder dem Rheingau Literatur Festival vertreten. Ebenfalls gibt es Lesungen mit isländischen AutorInnen und lange isländische Kriminächte von Pfaffenhofen bis Rostock. Während der Frankfurter Buchmesse (12. bis 16. Oktober) ist die Messestadt dann das Zentrum isländischer Kultur.

38 isländische AutorInnen werden erwartet. Unter ihnen sind Andri Snær Magnason, Hallgrímur Helgason, Jón Kalman Stefánsson, Kristín Steinsdóttir, Sjón und Yrsa Sigurðardóttir sowie der diesjährige Preisträger des Nordischen Literaturpreises Gyrðir Elíasson. Der bekannte Krimiautor Arnaldur Indriðason und die junge Erfolgsautorin Guðrún Eva Mínervudóttir werden ebenfalls nach Frankfurt kommen und neben dem isländischen Präsidenten Ólafur Ragnar Grímsson zur feierlichen Eröffnung der Frankfurter Buchmesse am 11. Oktober eine Rede halten.

An verschiedenen Orten auf dem Messegelände und an Leseorten im ganzen Stadtgebiet erhalten die BesucherInnen Einblicke in die isländische Literatur und können isländische AutorInnen und Persönlichkeiten aus Politik und Kultur hautnah erleben. Neben Lesungen finden Veranstaltungen beispielsweise zu dem isländischen Literaturnobelpreisträger Halldór Laxness, den sogenannten „Atomdichtern“ und den Sagas statt. Am Donnerstag, 13. Oktober um 10.00 Uhr, wird der ehemalige Komiker und jetzige Oberbürgermeister von Reykjavík, Jón Gnarr, im Pavillon des Ehrengasts (Forum, Ebene 1) die UNESCO Literaturstadt Reykjavík präsentieren. Am Abend zuvor trifft der Politiker von Islands „Bester Partei" (Besti Flokkurinn) im Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt auf Richard David Precht, Philosoph, Publizist und Bestseller-Autor, um mit ihm über Demokratie zu sprechen (12. Oktober 2011, 19.30 Uhr). Eine bislang einmalige und zudem historische Begegnung findet am 12. Oktober um 13.00 Uhr im Pavillon statt. Im November 1944 versenkte ein deutsches U-Boot das isländische Passagierschiff Goðafoss in der Hafeneinfahrt von Reykjavík. Anlässlich des Erscheinens des Buches „Goðafoss“ (Ankerherz Verlag) werden sich erstmals ein Überlebender und ein Besatzungsmitglied des U-Boots die Hände zur Versöhnung reichen.

Die BesucherInnen bekommen auch einen ganz privaten Einblick in die literarischen Vorlieben der Literaturnation Island: Im Pavillon werden unter anderem mehrere hundert Fotos sowie Videoporträts von IsländerInnen in ihren privaten Bibliotheken gezeigt. Die Fotos haben isländische BürgerInnen im Rahmen der Kampagne „Komm mit nach Frankfurt“ auf Facebook eingestellt (www.facebook.com/sogueyjan.island) oder per Post und Mail an das Büro von „Sagenhaftes Island“ in Reykjavík gesendet. „Die meisten isländischen Haushalte haben ihre eigene, kleine Bibliothek. Ohne dieses lebhafte Interesse an der Literatur könnte sich ein selbstständiges Verlagswesen mit rund 30 Verlagen in einem so kleinen Land gar nicht halten“, sagt Halldór Guðmundsson. „Wir bringen die Tradition der Heimbibliotheken und mit ihr die isländischen LeserInnen im Herbst nach Frankfurt und laden die Menschen im doppelten Sinne in unsere Bücherwelt ein.“

Die Frankfurter Kulturinstitutionen zeigen in bisher einmaliger Kombination und Dichte Einzelpositionen und themenbezogene Gruppenausstellungen zeitgenössischer isländischer KünstlerInnen, ArchitektInnen, FilmemacherInnen und DesignerInnen. Matthias Wagner K, Kurator für das Kunst- und Kulturprogramm „Sagenhaftes Island“ sagt: „In Frankfurt werden die Künste aus Island über ein halbes Jahr so präsent sein wie noch nie zuvor in Europa. Das verspricht ein neues Sehen – auch und gerade im Hinblick auf einen völlig anderen Umgang mit Tradition und Moderne. Die Ateliers und Studios der isländischen KünstlerInnen sind für mich die eigentlichen heißen Quellen der Insel im Atlantik.“

So zeigt die Schirn Kunsthalle Frankfurt in Zusammenarbeit mit „Sagenhaftes Island“ die Ausstellung „Crepusculum“ (ab 29. September), in der die Künstlerin Gabríela Friðriksdóttir einen Raum schafft, in dem sich originale mittelalterliche
Handschriften – etwa Manuskripte der Isländersagas und der Snorra-Edda – mit dem geheimnisvollen Zeichensystem der Künstlerin sowie einer neuen Filmproduktion

zu einem fantastischen Universum verdichten. Das Museum für Angewandte Kunst präsentiert die Ausstellung „Randscharf – Design aus Island“ (ab 22. September) und Architekturmuseum Frankfurt gibt mit „Island und Architektur“ einen Überblick zur Architekturgeschichte des Landes (ab 1. Oktober). Das Archäologische Museum Frankfurt zeigt anlässlich der Neuübersetzung der Isländersagas Fundstücke aus der Sagazeit (ab 1. Oktober). In der Alten Oper Frankfurt erklingt das neu komponierte Klavierquartett des isländischen Komponisten Áskell Másson, begleitet von Saga-Lesungen (10. Oktober) und im Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt tritt der isländische Komponist und Produzent elektronischer Musik Valgeir Sigurðsson auf, der bereits mehrfach mit Björk zusammengearbeitet hat (12. Oktober).

Pressekontakt

Mirjam Flender, c/o projekt2508, +49 228 184967-24, presse@sagenhaftes-island.de

Bildmaterial finden Sie auf unserer Homepage unter: www.sagenhaftes-island.de

 

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Sep 19 / 3:49am

Island-Fans, vernetzt Euch!

Social-Media-Projekt zum Ehrengast Island stellt die Besonderheiten isländischer Kultur vor – Gewinnspiel sucht nach dem einflussreichsten Web-Kritiker isländischer Literatur

„Wie viel Island steckt in Dir? Und wie viel Deutschland steckt in Dir?“ – diesen Fragen widmet sich ein Social-Media-Projekt rund um den Ehrengast Island der Frankfurter Buchmesse (12. – 16. Oktober). Denn Island und Deutschland verbindet weit mehr als nur die gemeinsame Götter- und Heldenwelt. In einem Blog auf www.buchmesse.de/blog/de/category/ehrengast-2011-island geben drei Autoren jede Woche unterhaltsame Antworten auf diese Fragen – die isländische Lyrikerin Sigurbjörg Þrastardóttir, der isländische Sprachlehrer und Journalist Ólafur Guðsteinn Kristjánsson und die deutsche Journalistin Alva Gehrmann.

Außerdem kommen eine Reihe Kreativer zu Wort, wenn es darum geht, die Besonderheiten der isländischen Kultur einem deutschen Publikum näher zu bringen. Darunter sind der Autor und Poet Andri Snær Magnason, der einen ironischen Blick auf seine Heimat richtet, der Schriftsteller Þórarinn Eldjárn erklärt die Zauberformel, mit der das Inselvolk in vielen Disziplinen und Statistiken an die Weltspitze rückt. Egill Helgason, Kulturjournalist und einer der bekanntesten politischen Kommentatoren des Landes, beschreibt, inwiefern isländische Autoren von der deutschen Literatur geprägt sind. Natürlich kommt auch das Team hinter dem Gastlandauftritt Islands zu Wort – zum Beispiel Matthias Wagner K, der Kurator des Kunst- und Kulturprogramms, und Halldór Guðmundsson, der Direktor von Sagenhaftes Island, der lange Zeit als Verleger arbeitete und in seinem Buch „Wir sind alle Isländer“ die Finanzkrise beschrieb. Die Themenpalette des Blogs reicht von der Frage, wo die Isländer am liebsten über Literatur diskutieren (im Hot Pot natürlich!) bis zu einem Porträt über Jón Gnarr, jenem Komiker, der vor über einem Jahr zum Bürgermeister Reykjavíks gewählt wurde.

Alle Island-Literaturfans haben außerdem die Möglichkeit, an einem Gewinnspiel teilzunehmen. Wer ein isländisches Buch auf Facebook oder im eigenen Blog rezensiert und möglichst viele Leserreaktionen damit erzeugt, gewinnt. Zur Auswahl für die Rezension stehen sämtliche Neuerscheinungen aus Island. Als Preise winken ein exklusives Event auf der Frankfurter Buchmesse sowie ein Treffen mit dem Autor des rezensierten Buchs. Weitere Informationen zum Gewinnspiel gibt es unter www.bloggdeinbuch.de/event/3/island/

Das Projekt ist eine Kooperation von Frankfurter Buchmesse, „Sagenhaftes Island“ und „Blogg Dein Buch“. Weitere Partner sind die ARD (neben dem Webspecial www.buchmesse.ard.de bietet die Redaktion von hr-online  ab Anfang Oktober erstmals eine  im Internet und mobil ausgespielte Messetour zu den Highlights der Frankfurter Buchmesse 2011 unter www.messetour.hr-online.de  an); das Börsenblatt, Wochenmagazin für den Deutschen Buchhandel; das Buchjournal; die Internetplattform www.neuebuecher.de sowie das Online-Kulturmagazin http://faustkultur.de.

Kurzbiografien der Blog-Autoren:

Sigurbjörg Þrastardóttir (*1973) ist eine isländische Lyrikerin. Sie studierte Literaturwissenschaften und Journalismus und arbeitete lange für die isländische Tageszeitung Morgunblaðið. Sie hat sechs Gedichtbände, einen Roman und mehrere Theaterstücke veröffentlicht. Vor kurzem erschien beim Blumenbar Verlag ihr Lyrikband „Fackelzüge“. Aktuell ist sie Stipendiatin in der Bamberger Villa Concordia. Im Blog stellt sie sich die Frage „wie viel Deutschland steckt in mir?“ - dabei denkt sie als erstes an Opel, das Wort „hellblau“ und natürlich an Fußball.

Ólafur Guðsteinn Kristjánsson (*1975) lebt in Berlin und arbeitet als Sprachlehrer, Übersetzer, Buchkritiker und Journalist. Im Blog erkundet er den Zusammenhang zwischen Alkohol und Literatur, erklärt die isländische Sprache, hinterfragt den Elfenfetischismus der Deutschen und fragt sich „wie viel Deutschland steckt in mir?“ 

Alva Gehrmann (*1973) lebt in Berlin und Reykjavík. Sie studierte Kunstgeschichte und BWL und absolvierte die Berliner Journalisten-Schule. Seit 2002 arbeitet sie als freie Journalistin und reist dafür oft durch Nordeuropa. Kürzlich erschien bei dtv ihr Sachbuch „Alles ganz Isi – Isländische Lebenskunst für Anfänger und Fortgeschrittene“. Im Blog geht die Rheinländerin der Frage nach „wie viel Island steckt in mir?“ – dafür wirft sie die deutsche Planung über Bord, stellt isländische Kreative vor und erklärt, warum im März auffallend viele isländische Männer Schnäuzer tragen.

 

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